Testfahrten und Vorbereitungen für 2013

Die Rennteams können an den Einstellungen für die Stoßdämpfer feilen, die Aerodynamik verbessern oder die Verwindungssteifigkeit eines Renntrucks optimieren – aber gegen das Wetter sind selbst die findigsten Ingenieure und Mechaniker machtlos. Eigentlich war der erste „richtige“ Test von Jochen Hahns MAN in der Edition 2013 auf dem Lausitzring geplant. Dort wollten sich einige Teams zu mehrtägigen Testfahrten treffen. Doch der Dauerwinter durchkreuzte die Pläne: Testfahrten bei zwanzig Zentimeter Neuschnee wären zwar eine spektakuläre Novität, sind aber nicht besonders sinnvoll. 

Also wurde der Termin auf der ostdeutschen Rennstrecke abgesagt, stattdessen wich Jochen mit seinem Team nach Frankreich aus. Die ersten Testfahrten absolvierte der zweifache Europameister in Chenevières. Mit dem Ergebnis zeigte sich Hahn zufrieden: „Es ist klar, dass nach dem ersten Roll out die Feinarbeit angesagt ist. Aber die Basis passt, die Performance war recht gut.“ 

Inzwischen hat Jochen noch etliche Runden unter realistischen Bedingungen absolviert. Am Ostermontag war er mit seinem MAN beimSaison Opening auf dem Red Bull Ring in Österreich vertreten. Auf dem früheren A1-Ring wird in diesem Jahr nach längerer Unterbrechung wieder ein Rennen stattfinden – gerade einmal eine Woche vor dem Nürburgring. Für Jochen war die Einladung eine willkommene Gelegenheit, sich mit dem idyllisch gelegenen Rennkurses vertraut zu machen.

Demnächst stehen die offiziellen MAN-Testfahrten in Nogaro an, dann wird man sehen, wie gut die Teams in der Winterpause jeweils gearbeitet haben. „Wir freuen uns auf die neue Saison und sind gespannt, wer alles in der Europameisterschaft antreten wird,“ gibt sich der amtierende Champion locker. Und hängt noch ein Versprechen an – oder ist es eine deutliche Warnung an die Konkurrenten? „Wir werden uns gut vorbereiten!“

 

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