Trotz starken Konkurrenten kann die Gesamtwertung weiterhin angeführt werden

Das zweite Rennen im diesjährigen Kalender war für alle Beteiligten eine Reise ins Ungewisse – die schnellen Lastwagen gastierten zum ersten Mal auf der neuen Strecke in Navarra im Nordwesten Spaniens. Bei der Anreise konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Circuito weitab in der „Provinz“ liegt. Doch nicht weit von der Rennpiste führt der berühmte Jakobsweg vorbei. Und Navarra liegt offenbar nahe genug an Städten wie Pamplona, Bilbao oder Vitoria, um für die dort wohnenden Motorsportfans attraktiv zu sein. Kumuliert 35.000 Zuschauer verzeichneten die Organisatoren an diesem Wochenende, eine ansprechende Kulisse.

 

Auf der Rennstrecke musste Jochen diesmal das Privileg der schnellsten Rennrunde im Zeittraining um die Superpole seinem Markenkollegen Norbert Kiss überlassen, der zweifellos Anschluss an die Top-Gruppe gefunden hat und derzeit ziemlich schnell unterwegs ist. Das Qualifying war heiß umkämpft, für Hahn sprang dabei der vierte Startplatz für das erste Rennen heraus. Mit einer guten Leistung auf der Zwölf-Runden-Distanz verbesserte sich der Fahrer mit der Startnummer 1 dann allerdings auf den zweiten Platz hinter Markus Oestereich, der in Navarra seinen ersten Sieg auf MAN errang.

Nach dem Lauf erhielt Norbert Kiss eine 30-Sekunden-Strafe, der Ungar rutschte deshalb von Platz drei auf Platz zehn ab, was wiederum ein Vorteil für Mika Mäkinen und Jochen war, die im Race 2 aufgrund der gedrehten Startreihenfolge jeweils einen Platz nach vorne rückten.

Jochen Hahn erkämpfte sich in diesem Lauf den sechsten Platz. Mika sorgte als Zweitplatzierter dafür, dass das Konto für die Teammeisterschaft weiter aufgefüllt wurde.

 

Auch am zweiten Tag zeigte sich, dass die härtesten Konkurrenten für den Doppeleuropameister momentan aus dem eigenen Lager kommen. Nach dem Zeittraining Superpole rangierten vier MAN-Fahrer auf den ersten Plätzen. Jochen egalisierte sein Ergebnis vom Vortag und wurde erneut mit der viertschnellsten Runde gestoppt. Vor ihm bildeten Albacete und Kiss die erste Startreihe, neben ihm nahm Markus Oestereich Aufstellung. Die dritte Reihe war für David Veršecky und Adam Lacko reserviert.

Im Rennen fiel Jochen um einen Platz zurück; er wurde als Fünfter abgewunken.

 

Im letzten Rennen dieses Wochenendes sorgte vor allem ein Unfall in der siebten Runde für Action und eine veränderte Reihenfolge. Nachdem sich Markus Oestreich und René Reinert touchiert hatten, blieb „Oese“ zunächst quer auf der Strecke stehen. Die nachfolgenden Fahrer konnten mit viel Glück eine größere Karambolage verhindern, so dass es beim „Blechschaden“ blieb. Jochen Hahn kam in diesem Lauf als Dritter ins Ziel – und durfte sich damit trösten, die schnellste Rennrunde gefahren zu sein.

Das Fazit nach der Premiere auf dem Kurs von Navarra: Kein Sieg, aber mit viel Fleißarbeit die Führung in der Gesamtwertung verteidigt. Nachdem sich in Spanien Markus Oestreich und Antonio Albacete in die Siegerlisten eingeschrieben haben und zudem Norbert Kiss eine starke Vorstellung zeigte, dürften das schnelle MAN-Quartett auch das Geschehen in den nächsten Runden bestimmen. In der Teamwertung rangieren Jochen und Mika auf Platz 1 mit insgesamt 145 Punkten.

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