Hungaroring 2017

Hungaroring

Streckenlänge: 4 381m

Hungaroring Sport Zrt.
H-2146 Mogyoród, Pf. 10.

Telefon: +36 28 444 444
Telefax: +36 28 441 860

http://www.hungaroring.hu

RESULTSOVERALL RANKING

Doppelführung in der Gesamtwertung

Die neue Europameisterschaftssaison der Truck Racer ist eröffnet. In diesem Jahr bildete das Rennen auf dem Red Bull Ring den Auftakt zu der insgesamt neun Veranstaltungen umfassenden Serie. Die österreichische Truck Race Trophy litt diesmal stark unter den extremen Witterungsbedingungen. Doch Jochen Hahn wird die Veranstaltung trotzdem in guter Erinnerung behalten, denn das Auftaktwochenende verlief aus aus seiner Sicht zumindest auf der Rennstrecke nahezu perfekt.

Die Vorhersagen des Wetterberichts im Radio oder TV zu verfolgen, ist eine Sache. Mit extremen Wetterlagen tatsächlich konfrontiert zu werden, ist dann eine andere. Für die Teams war die Anreise fast wie eine Tour ins Phantasyland: Heftige Schneeschauer sorgten für eisige Temperaturen, eine weiße Landschaft und stellenweise schwierige Straßenverhältnisse. Selbst als die Trucks am Freitagmorgen für die Presse- und VIP-Fahrten auf die Strecke gingen, waren die Berge rund um den Red Bull Ring noch schneebedeckt. Erst am Nachmittag klarte es auf, am Samstag bekam man eine Ahnung vom Frühling – doch am Sonntag schüttete es wie aus Eimern, zudem strich ein eisiger Wind über die Berge der Steiermark, so dass sich vergleichsweise wenig Zuschauer auf den Tribünen einfanden.

Bereits bei den Pressefahrten sowie im freien Training zeigte sich, dass das engagierte Team um Jochen in der Winterpause viel und vor allem gut gearbeitet hatte. Der dreimalige Europameister markierte mehrere Bestzeiten. Am Samstag im Qualifying war Hahn erneut der Schnellste, gefolgt von René Reinert, der sich überraschend gut in Szene setzen konnte, während der stark eingeschätzte Adam Lacko (Buggyra) nur im Mittelfeld rangierte. Hahn und sein Teamkollege Reinert waren auch im Rennen eine Klasse für sich. Jochen fuhr einen sicheren Start-Ziel-Sieg ein, der Transportunternehmer aus der Lausitz beendete den Lauf als Zweiter vor Lokalmatador Markus Altenstrasser (Iveco) und Sascha Lenz.
 
Das zweite Rennen des Tages mutete stellenweise an wie ein Saisonfinale, bei dem es noch einmal ordentlich zur Sache geht: Etliche Trucks kamen nach den 20 Runden ziemlich ramponiert ins Ziel. Schon in der ersten Kurve kam es zu einer größeren Rangelei, Jochen befand sich mitten im Geschehen und kam danach an sechster Position zurück auf die Rennstrecke. Adam Lacko und René Reinert hatten das Geschehen umkurvt und führten zunächst das Feld an. Schon in der zweiten Runde setzte sich René an die Spitze, während sich Jochen Hahn Runde für Runde nach vorne kämpfte, ehe er in Runde 12 auf dem zweiten Platz lag. In den verbleibenden acht Runden kam er zwar noch an seinen Teamkollegen Reinert heran. Der blieb allerdings fehlerfrei und freute sich verdientermaßen über den ersten Sieg in der jungen Saison. Zugleich belegten die beiden als Team Reinert Adventure an diesem Samstag zweimal den ersten Platz in der Teammeisterschaft.
 
Am zweiten Tag der Veranstaltung sorgte wie bereits erwähnt heftiger Regen dafür, dass die Karten völlig neu gemischt wurden. Am Sonntagabend konnte sich ein Konkurrent als „Regenkönig“ feiern lassen: Adam Lacko kam mit den schwierigen Verhältnissen am besten zurecht und dominierte das Geschehen. Der Tscheche holte sich die Pole Position und gewann zunächst das dritte Rennen des Wochenendes, das ebenso wie der Finallauf mit zwei Einführungsrunden und zwei weiteren „unter gelb“ gestartet wurden. Obwohl wegen der Umkehrregel von Platz 8 gestartet, setzte sich Lacko dann auch im Finale noch einmal durch und holte sich seinen zweiten Tagessieg.

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