Jarama 2016

Rennstrecke Jarama

Länge: 3,850m

Circuito del Jarama, CTRA.
Burgos KM. 28.7, San Sebastian de Los Reyes, Spain
Telefon: +34 (9)1-6570875
Telefax: +34 (9)1-6522744

ERGEBNISSEGESAMTWERTUNG

Es bleibt weiter spannend – keine Entscheidung vor dem Finale

Beim vorletzten Rennen der Saison 2016 gab es im Titelkampf keine Veränderungen – Jochen Hahn geht mit einem Vorsprung von 35 Punkten in das Finale am kommenden Wochenende. In Jarama lieferten sich die beiden Top-Akteure einen spannenden, aber fairen Zweikampf. Diesmal gab sich keiner der beiden Titelfavoriten eine Blöße, sowohl Jochen als auch Adam beendeten alle vier Championshiprennen ohne technische Probleme oder Ausfälle. Damit steht fest, dass der neue Europameister einmal mehr erst beim letzten Aufeinandertreffen auf dem Circuit Bugatti in Le Mans gekürt wird.

Inzwischen muss man ja den „gewöhnlichen“ Zeitplan fast schon als au?ergewöhnlich einstufen: In Jarama jedenfalls wurden die Motoren der Renntrucks zum ersten Mal am Samstag angeworfen. Was den Fahrern und ihren Teams einen dicht gedrängten Zeitplan bescherte. Nach den beiden freien Trainingseinheiten sicherte sich Adam Lacko im Qualifying mit einer Zehntelsekunde Vorsprung die Pole Position vor Jochen Hahn, Norbert Kiss und Rene Reinert. Beim Start zum Auftaktrennen konnte sich Hahn dann zwar leichte Vorteile erarbeiten, allerdings nicht genug, um am Freightliner vorbeizuziehen. Auch im Rennen reichten die tendenziell schnelleren Rundenzeiten nicht, um Lacko fair zu überholen. Rene Reinert wiederum versetzte beim Start Noch-Europameister Kiss und legte damit den Grundstein für den dritten Platz, den er sich letztendlich sicherte. Steffi Halm hatte es beim Kampf um Platz 5 mit Anthony Janiec zu tun, der die Konkurrentin in der letzten Runde ins Kiesbett abdrängte, wodurch sie einen Platz zurückfiel und als Sechste ins Ziel kam.

Im zweiten Rennen am späten Samstagnachmittag bestätigte Jochen Hahn einmal mehr seinen Ruf als exzellenter Starter. Nachdem die Ampel auf Grün umgesprungen war, machte der Altensteiger in einem Rutsch fünf Plätze gut. Nachdem er im zweiten Umlauf auch an dem Damenduo Lohr und Halm vorbeigezogen war, übernahm er die Spitze des Feldes. Konkurrent Lacko benötigte für den Kampf an die Spitze etwas länger, hatte aber gegen Mitte des Rennens zu Jochen aufgeschlossen und sicherte sich am Ende den zweiten Platz vor Steffi Halm. Deren Teamchef Reinert schaffte es auf Platz 5, vor Janiec, Kiss und Lenz.

Am Sonntagmorgen war es Jochen, der in der Super Pole das bessere Ende erwischte. Mit 18 Tausendstelsekunden Vorsprung verwies er Adam Lacko auf den zweiten Platz. In dieser Reihenfolge beendeten die beiden auch das dritte Championship Race des Wochenendes. Rene Reinert und Steffi Halm folgten nacheinander auf Platz 3 und 4.

Im abschließenden Lauf ging es nicht ganz unerwartet wieder etwas munterer zu. Allerdings war es einmal mehr einer der spanischen Piloten, die traditionell im spanischen Jarama mit am Start sind und das Publikum mit ihren Drifteinlagen unterhalten, der in der dritten Runde für einen Rennabbruch mit anschließendem Neustart sorgte. Sowohl beim Start als auch beim Neustart setzte sich Anthony Janiec von Beginn an durch und führte das Feld an. Er konnte bis zum Ende des Rennens alle Attacken von Verfolger Reinert parieren und sich an der Spitze behaupten. Im Endergebnis, das aus den addierten Resultaten der beiden Teile besteht, setzte sich Adam knapp vor Jochen auf Platz drei durch, was im Endeffekt dazu führte, dass beide Fahrer in Jarama gleich viele Punkte einsammelten und sich damit am Abstand in der Gesamtwertung nichts änderte.

Im Moment konzentriert sich Jochen mit seinem Team natürlich auf den Kampf um die Europameisterschaft. Daher wurde der erste Erfolg in der Saison 2016 nicht groß gefeiert: Mit ihrer Klasseleistung auf dem Circuito del Jarama sicherten sich Hahn und Rene Reinert bereits vorzeitig den Sieg in der Teamwertung. In der Gesamtwertung der Fahrer rangieren neben Lacko auf Platz 2 derzeit alle drei von Hahn für die Saison 2016 gebauten, blauen Renn-MAN unter den Top 4.

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